Nuklear – Vorsorge bei nuklearem Notfall
Ein nuklearer Notfall ist selten, aber die Vorbereitung darauf überschneidet sich stark mit allgemeiner Krisenvorsorge. Entscheidend ist schnelles, informiertes Handeln in den ersten Stunden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Offizielle Warnmeldungen sofort befolgen (Warn-Apps, Radio, Sirenen)
- Gebäude aufsuchen und Fenster und Türen abdichten
- Jodtabletten nur auf behördliche Anweisung einnehmen
- Keine Lebensmittel oder Wasser aus dem Freien verwenden
Checkliste Nuklearvorsorge
Schutzraum einrichten
- Keller oder Innenzimmer ohne Fenster als Schutzraum wählen
- Fenster, Türen und Lüftungsschlitze mit Klebeband abdichten
- Vorräte für mindestens 14 Tage im Schutzraum lagern
- Batterie- oder Kurbelradio für Informationen bereithalten
Atemschutz
- FFP3-Masken für alle Haushaltsmitglieder
- Schutzanzüge oder dicht gewebte Kleidung
- Handschuhe und Schutzbrille
Wasser & Lebensmittel
- Trinkwasser in verschlossenen Behältern bevorraten (2 Liter/Person/Tag)
- Nur verpackte, versiegelte Lebensmittel verwenden
- Keine Lebensmittel aus dem Garten oder Freien nach einem Vorfall
Medizin & Strahlenschutz
- Jodtabletten bereithalten – nur auf behördliche Anweisung einnehmen
- Erste-Hilfe-Kasten
- Persönliche Medikamente für mindestens 14 Tage
Nach dem Vorfall
- Kleidung vor dem Betreten des Gebäudes ausziehen und versiegeln
- Sofort duschen und Haare waschen
- Behördliche Anweisungen zur Dekontamination befolgen
Wichtiger Hinweis
Jodtabletten schützen ausschließlich die Schilddrüse vor radioaktivem Jod und dürfen nur auf ausdrückliche Anweisung der Behörden eingenommen werden. Weitere Informationen: bbk.bund.de
Empfohlene Produkte
Unsere Produktempfehlungen für den Strahlenschutz basieren auf den Richtlinien des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).