Warum ein Notfallrucksack dazugehört
Das BBK empfiehlt einen gepackten Rucksack, der im Ernstfall innerhalb weniger Minuten griffbereit ist. Hochwasser, Gasleck, Brände, behördlich angeordnete Räumung – in diesen Lagen bleibt keine Zeit zum Überlegen, was mitmuss.
Ein guter Notfallrucksack enthält, was du für 72 Stunden außer Haus brauchst. Nicht mehr, nicht weniger. Der häufigste Fehler ist nicht der zu leere, sondern der zu volle Rucksack: Was du nicht tragen kannst, lässt du stehen.
Der Rucksack selbst
Sinnvoll sind rund 40 Liter Volumen, ein gepolsterter Hüftgurt, der das Gewicht auf die Hüfte statt auf die Schultern bringt, und ein Regenschutz. Gewichtsregel: höchstens 15 bis 20 Prozent des eigenen Körpergewichts – bei 80 Kilogramm also maximal 12 bis 16 Kilogramm, inklusive Wasser.
Rucksäcke führen wir derzeit nicht im Sortiment. Achte beim Kauf auf den Hüftgurt – er ist der Unterschied zwischen drei Stunden Gehen und drei Kilometern.
Packliste für 72 Stunden
Wasser und Verpflegung
- Trinkflasche, gefüllt
- Katadyn BeFree AC 0,5 L – Filter und Trinkflasche in einem, die kompakte Variante für den Rucksack
- NRG-5 Notration 125 g – ohne Zubereitung essbar, braucht weder Wasser noch Wärme
- CONVAR-7 Energy Bar – kompakte Energiereserve
- CONVAR DAS EPA Tagesration – wenn Platz und Traglast es zulassen
Schutz und Wärme
- Deecam Notfall-Biwaksack – wasserdicht, im Set mit vier Stück für die ganze Familie
- Rettungsdecke Med-Comfort – wiegt fast nichts, gehört doppelt hinein
- Regenponcho und ein Satz Wechselkleidung
Erste Hilfe und Hygiene
- Pharmavoyage First Aid Pocket – kompaktes Set für unterwegs
- ADESTE FFP2-Masken – einzeln versiegelt, deshalb rucksacktauglich
- Persönliche Medikamente für mindestens zehn Tage
- Zahnbürste, Seife, Mikrofaserhandtuch, komprimiertes Toilettenpapier
Licht, Werkzeug, Orientierung
- Blukar K9111 LED-Stirnlampe – freie Hände, das entscheidende Detail im Dunkeln
- VARTA Dynamo Light Kurbeltaschenlampe – die Reserve ohne Batterien
- Multitool oder Taschenmesser, Feuerzeug und Sturmstreichhölzer
- Papierkarte der Region und Kompass – ausdrücklich nicht digital. Eine Karte auf dem Handy ist bei leerem Akku eine Glasscheibe.
- Paracord, einige Meter
Kommunikation und Dokumente
- Albrecht DR 114 Kurbelradio – Information ohne Netz, lädt über Kurbel und Solar auch das Handy
- Albrecht Tectalk Go – anmeldefreie Funkgeräte, damit die Gruppe zusammenbleibt
- Dokumentenmappe wasserdicht: Ausweiskopien, Versicherungsunterlagen, Kontaktliste auf Papier
- Bargeld in kleinen Scheinen – Kartenzahlung und Geldautomaten fallen als Erstes aus
- Powerbank mit Ladekabel, Notizzettel und Stift
Einmal im Jahr prüfen
Setz dir einen festen Termin im Kalender: Rucksack öffnen, Ablaufdaten prüfen, Batterien tauschen, Kleidung auf die Jahreszeit anpassen. Ein Rucksack, der fünf Jahre unberührt im Schrank steht, enthält abgelaufene Medikamente, leere Batterien und Kleidung, die dem Kind nicht mehr passt.
Fertig zusammengestellt
Wer nicht einzeln zusammensuchen will: NOTFALLBOX NV-72 PLUS deckt genau diesen Zeitraum ab – Verpflegung, Kochen, Wasseraufbereitung, Erste Hilfe und Licht für 72 Stunden.
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Weiterlesen: Krisenvorsorge für Familien · Blackout-Vorsorge
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