Kein Strom, kein Gas: Was nun?
Bei einem Blackout oder einer Gasversorgungsstörung funktionieren weder E-Herd noch Gasherd. Doch warme Mahlzeiten sind gerade in Krisensituationen wichtig – für die Ernährung, die Wärme und die Psyche. Mit dem richtigen Equipment kochst du unabhängig von jeder Infrastruktur.
Gaskocher: Die zuverlässigste Lösung
Gaskocher mit Schraubkartuschen sind der Standard für Krisenvorsorge. Sie zünden sofort, regulieren die Flamme stufenlos und funktionieren bei Temperaturen bis −5°C (Butan) bzw. −20°C (Propan/Isobutan-Mischung).
Der Optimus Crux Lite wiegt nur 73 g und bringt 1 Liter Wasser in unter 3 Minuten zum Kochen. Mit einem Gasverbrauch von ca. 150 g/Stunde reicht eine 230g-Kartusche für ca. 1,5 Stunden Kochzeit.
Gaskartusche-Bedarf kalkulieren
| Szenario | Kartuschen (230g) pro Woche |
|---|---|
| 1 Person, 2 warme Mahlzeiten/Tag | 1–2 |
| 2 Personen | 2–3 |
| 4 Personen (Familie) | 3–4 |
Für 10 Tage Vorsorge: Lagere mindestens 4–6 Gaskartuschen (230g).
Alternativen zum Gaskocher
Esbit/Trockenbrennstoff
Kompakt, leicht, aber langsam und nur für kleine Mengen geeignet. Gut als Backup im Notfallrucksack.
Spirituskocher
Einfach und günstig, aber schwer regulierbar. Spiritus ist allerdings überall erhältlich und unbegrenzt lagerfähig.
Holzvergaser / Hobokocher
Nutzt Zweige und Holzspäne als Brennstoff – unendlich verfügbar. Allerdings nur im Freien nutzbar und rauchintensiv.
Sicherheitsregeln beim Kochen ohne Strom
- Gaskocher niemals in geschlossenen Räumen ohne ausreichende Belüftung betreiben – CO-Vergiftungsgefahr!
- Kartuschen nicht über 50°C lagern (nicht im Auto im Sommer)
- Immer Löschmittel bereithalten (Decke, Deckel)
- Auf stabilem, ebenen Untergrund kochen
- Kinder fernhalten
Gefriergetrocknete Mahlzeiten: Nur heißes Wasser nötig
CONVAR Dosenbrot und NRG-5 Riegel benötigen gar kein Kochen. Gefriergetrocknete Mahlzeiten wie Trek'n Eat brauchen nur heißes Wasser (10 Minuten Ziehzeit) – das minimiert den Gasverbrauch erheblich.