Warum ein Blackout wahrscheinlicher ist als du denkst
Das europäische Stromnetz wird durch die Energiewende zunehmend volatil. Laut Bundesnetzagentur lag die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung 2024 bei 12,8 Minuten pro Haushalt – doch regionale Ausfälle können deutlich länger dauern. Das BBK empfiehlt, sich auf einen Stromausfall von mindestens 72 Stunden vorzubereiten.
Bei einem flächendeckenden Blackout fallen gleichzeitig aus: Licht, Heizung, Kühlschrank, Herd, Warmwasser, Internet, Mobilfunk (nach wenigen Stunden), Ampeln, Tankstellen und Geldautomaten.
Die 4 Säulen der Blackout-Vorsorge
1. Licht und Orientierung
Kerzen sind ein Brandrisiko. Setze stattdessen auf batteriebetriebene LED-Lampen und Stirnlampen. Ein Kurbelradio mit Taschenlampe liefert Licht und Informationen ohne Batterien.
Grundausstattung: Pro Raum eine LED-Lampe, pro Person eine Stirnlampe, Ersatzbatterien für 10 Tage.
2. Kochen ohne Strom
Ein Gaskocher mit Kartuschenaufsatz ist die zuverlässigste Lösung. Rechne mit 1–2 Gaskartuschen (230g) pro Woche für eine Familie. Der Optimus Crux Lite wiegt nur 73g und bringt 1 Liter Wasser in unter 3 Minuten zum Kochen.
Wichtig: Gaskocher nur in gut belüfteten Räumen oder im Freien verwenden – Erstickungsgefahr durch CO!
3. Kommunikation und Information
Mobilfunkmasten haben nur 4–8 Stunden Notstrom. Danach hilft nur noch ein batterie- oder kurbelbetriebenes Radio. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sendet im Krisenfall auf UKW – auch wenn das Internet ausfällt.
Ein DAB+/UKW-Kurbelradio mit Solarpanel ist die beste Kombination: Drei unabhängige Stromquellen (Kurbel, Solar, USB) und digitaler Empfang.
4. Wärme im Winter
Ohne Heizung sinkt die Raumtemperatur in einem durchschnittlichen Haus innerhalb von 24 Stunden um ca. 10°C. Konzentriere dich auf einen Raum, isoliere Fenster mit Decken und nutze Schlafsäcke.
Blackout-Checkliste
- ☐ LED-Lampen und Stirnlampen mit Ersatzbatterien
- ☐ Kurbelradio mit DAB+/UKW
- ☐ Gaskocher + 6–10 Gaskartuschen
- ☐ Feuerzeug/Sturmstreichhölzer
- ☐ Powerbank (mindestens 20.000 mAh) für Handy
- ☐ Solar-Powerbank als Langzeit-Backup
- ☐ Bargeld in kleinen Scheinen (Geldautomaten fallen aus)
- ☐ Vorrat an Langzeitnahrung (keine Kühlung nötig)
- ☐ Trinkwasservorrat (2,5 Liter/Person/Tag)
- ☐ Erste-Hilfe-Set
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